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Entwicklungszusammenarbeit ArtikelEntwicklungszusammenarbeit bzw. 'Entwicklungspolitik' ist die auf Entwicklungsförderung der Partner ausgerichtete Zusammenarbeit von Industrienationen mit weniger entwickelten Ländern.
Die alte Nennung Entwicklungshilfe wird offiziell nicht mehr benutzt.
Im Verständnis deutscher Entwicklungszusammenarbeit ist schon seit längerem eine Allmosen-Mentalität durch den Leitgedanken partnerschaftlicher Zusammenarbeit abgelöst worden. Motto: <<Deutschland leistet dem auf Augenhöhe agierenden Entwicklungland, das Konzept und Durchführung der Maßnahmen mit verantwortet "Hilfe zur Selbsthilfe">>. (Dagegen siehe: Katastrophenhilfe ). Um diesen partnerschaftlichen und das Selbstbestimmungsrecht achtenden Ansatz zu verdeutlichen soll (gemeinsames Wording von Bundesregierung und NROs nicht mehr von "Entwicklungshilfe", sondern eben von "Entwicklungszusammenarbeit", "Entwicklungspolitik" oder "Entwicklungspartnerschaft" gesprochen werden. Dieser Artikel folgt dem, was sich auch in den (Fach-)Medien langsam durchzusetzen beginnt.
Buch-Tipp: Briefe aus Malawi. Beobachtungen in einem afrikanischen Entwicklungsland Pflichtlektüre für Entwickungshelfer Manfred Glagows Briefe sind eine Widerspiegelung der Verhältnisse in Malawi, die auch für andere Entwicklungsstaaten gilt. Die Entwicklungshilfe der Industriestaaten wird kritisch beleuchtet, genauso wie die Verwendung seitens des Nehmerlandes. Hoffentlich ändert sich durch dieses Buch etwas! Dieses Buch... Motive der Entwicklungspolitik | |
Der Grund, weniger entwickelten Länder bei der Entwicklung zu unterstützen, besteht aus einer Mischung von ethisch-moralischer Verantwortung (das bestehende Nord-Südgefälle wurde von den Industrienationen mit geschaffen) und wohlverstandenen Eigeninteressen (auch Wohlstand und Sicherheit der Industrienationen ist nachhaltig nicht gegen, sondern ca. mit der restlichen Welt möglich).
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Ziele der deutschen Entwicklungszusammenarbeit | |
Die aktuelle Formulierung der Absichte (staatlicher) deutscher EZ lautet: "Armut bekämpfen - Frieden sichern - Globalisierung gestalten". Zusammen mit der in dem kirchlichen Umfeld geprägten Trias "Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung" ist damit Absicht und Maßstab des Handelns in diesem Politikfeld bestimmt. In dieser allgemeinen Formulierung findet die Absichtbestimmung auch kaum Widerspruch und bildet die konsensuale Grundlage der Entwicklungszusammenarbeit. Da diese Absichte allerdings in der Umsetzung stets wieder von politischen oder wirtschaftlichen Interessen überlagert werden, muss sich das konkrete Handeln stets wieder neu an den Absichten messen lassen. Negative Beispiele sind die Hallstein-Doktrin oder der Nestle-Babymilch-Skandal . Dies gilt sowohl für die direkte staatliche, als auch für die aus Steuergeldern mitfinanzierte kirchliche und genauso für die von NROs verantwortete Entwicklungszusammenarbeit.
Hinsichtlich des Volumens staatlicher Entwicklungsaufwendungen gilt seit der UN-Resolution zur Entwicklungsfinanzierung von 1970 die Absicht, 0,7 Prozent des BIP zu erreichen. Derzeit liegt die Quote Deutschlands bei 0,27 Prozent (Stand: 2002), soll aber bis zu dem Jahr 2006 auf 0,33 Prozent erhöht werden.
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- 1 Beachtung der Menschenrechte
- 2 Beteiligung der Bevölkerung an politischen Entscheidungen
- 3 Rechtsstaaatlichkeit und Gewährleistung von Rechtssicherheit
- 4 Marktwirtschaftlich und sozial-orientierte Wirtschaftsordnung
- 5 Entwicklungsorientierung staatlichen Handelns
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Schwerpunkte deutscher Entwicklungszusammenarbeit |
- Armutsbekämpfung
- Bildung und Ausbildung
- Umwelt und Ressourcenschutz
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Geschichte der deutschen Entwicklungspolitik | |
Als Beginn der west-deutschen Entwicklungspolitik gilt die Beteiligung am "erweiterten Hilfsprogramm der Vereinten Nationen" 1952. Damit leistete die BRD erstmal die damals noch so genannte "Entwicklungshilfe". In dem Jahr 1956 stellte West-Deutschland einen "50-Mio-DM-Fonds" speziell für die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit auf. Das damalige "Entwicklungshilfe-Ministerium" (heute: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) wurde am 14.11.1961 mit der Ernennung des späteren Bundespräsidenten Walter Scheel zu dem ersten Entwicklungshilfe-Minister gegründet.
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Akteure der deutschen Entwicklungszusammenarbeit |
- BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)
- GTZ (Gesellschaft für technische Zusammenarbeit)
- KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) - Finanzielle Zusammenarbeit
- InWent (Aus- und Fortbildung von Fach- und Führungskräften)
- Kirchliche Hilfsorganisationen, z.B. Brot für die Welt, Misereor, EZE
- Parteien mit ihren politischen Stiftungen: Heinrich-Böll-Stiftung (HBS), Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), Hanns-Seidel-Stiftung (HSS), Friedrich-Naumann-Stiftung der FDP (FNS), Rosa-Luxemburg-Stiftung der PDS
- Nichtregierungsorganisationen (NRO), z.B. Welthungerhilfe, ASW , Klimabündnis , Weltfriedensdienst , etc.
Buch-Tipp: Im Blick der Anderen. Auf ethnologischer Forschung in Mali Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch " Im Blick der Anderen. Auf ethnologischer Forschung in Mali". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zum Buchhändler weiter geleitet. |
Formen der Entwicklungszusammenarbeit |
- bilateral
- im Rahmen der EU
- multilateral
Buch-Tipp: Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit - Eine Auswahl Die Beschreibung für das Buch " Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit - Eine Auswahl" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster. |
Internationale Akteure der Entwicklungszusammenarbeit |
Buch-Tipp: Partizipation und Selbstbestimmung Eine Beschreibung zum Buch " Partizipation und Selbstbestimmung" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet. |
Wie kann man als einzelne Person helfen? | |
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Probleme der Entwicklungshilfe |
- Zementierung der sozialen Ungleichgewichte
- Umweltzerstörung
- Neokolonalismus
- Vergabe von Projekten aus politischer Opportunität
- Zu kleine Nachhaltigkeit, häufig versanden die Aktivitäten nach Ablauf der Maßnahme
- Störung der lokalen Wirtschaftssysteme
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